„Wir sind aus der Musikschule rausgeflogen“

Band-Portrait || Mit Sugar, Shake It, erschien am 29. September die allerste Single von „All Systems Red“ aus dem Bezirk Wiener Neustadt. Seit 2014 schreiben die fünf Burschen aus Felixdorf bereits eigene Songs. Seit dem Frühjahr waren sie im Studio um sie aufzunehmen. Das Ergebnis, ihr Debut Album Late Nights At Airports, erschien jetzt am 1. Dezember.

Wir trafen die fünf Musiker im elternhäuslichen Garten des Gitarristen Matthias und bekamen eine Kostprobe eines unveröffentlichten Songs im Keller, beziehungsweise Proberaum der Band in Felixdorf.
Kennengelernt haben sich zwei der Gründungsmitglieder, nämlich der Gitarrist Stefan und der Sänger Sebastian, in einer Musikschule in Leobersdorf. Kurze Zeit später schlossen sich noch der Schlagzeuger Sebi und der zweite Gitarrist Matthias an. Damals noch unter dem Bandnamen „A Place For My Head“, wurden die vier Jungs aus der leobersdorfer Musikschule rausgeschmissen, da die Bandproben zu laut waren und sie den Harfen und Hackbrettunterricht gestört haben. Daraufhin wechselte die Band ihre Räumlichkeiten und probte weiter in einer abgelegenen Lagerhalle.
„Ein abgeranzter Proberaum mit vergessenen Pornoheftln, altem Ramsch und einem Aufzug der nur alle heiligen Zeiten mal funktionierte“, beschrieb Sänger Sebastian sehr ausführlich. Nicht einmal eine ordentliche Anlage hatten sie. „Oft haben wir erst die Stimmen der anderen bei den Konzerten zum ersten Mal gehört, weil wir keine Mikros hatten“, erzählen sie. Erst letztes Jahr im Frühjahr kam auch das letzte Bandmitglied, Alex – welcher schon ein langjähriger Freund der Band war – am Bass, dazu. Nach einigen Proben in der Lagerhalle, die durch die schlechte Akustik stark beeinträchtigt wurden, spielten die fünf Burschen ihre erste gemeinsame Show im Wiener Neustädter Triebwerk. Heute probt die Band im Haus von Matthias.
Obwohl die Band noch nicht viel von ihrer eigenen Musik veröffentlicht hat, spielten die Burschen schon viele große Konzerte, unter anderem am Donauinselfest und auch auf dem ungarischen Sziget Festival. Möglich wurde das durch ihren Auftritt bei einem Bandwettbewerb. Nach zwei Konzerten in der Szene Wien schaffte es die Band zum Finale in das Wiener Gasometer, bei dem sie Zweitplatzierter wurden. Die ersten drei Bands konnten sich einen Platz am Donauinselfest 2017 auf der FM4 Stage sichern. Durch einen Bandscout hatte eine der Bands zusätzlich die Möglichkeit am Sziget Festival zu spielen. Der rief aber versehntlich nicht die eigentlichen Gewinnern des Contests an, sondern „All Systems Red“. Und so kamen sie an ihren Slot auf dem legendären Festival in Ungarn.
Für die fünf Jungs ist das Wichtigste innerhalb einer Band ein harmonisches Miteinander. Bassist Alex erklärt uns, dass man auch oft sein Ego unterdrücken muss, und für die Ideen der anderen offen sein sollte. Da die einzelnen Bandmitglieder privat unterschiedliche Musik, von Metal über Funk und Indie bis hin zu elektronischer Musik hören, wäre das besonders wichtig. Sie würden sich dem Indie/Rock Genre zuordnen. Im Vordergrund steht trotzdem Spaß an der Musik zu haben, egal ob die Konzerthallen gefüllt sind oder nicht.

Abschließend fragten wir die Band, was ihr merkwürdigstes Erlebnis bei einem Live-Auftritt war. Der Sänger erzählte uns von einem Auftritt in Wien, bei dem er seine Kazoo, welche er in einem Lied verwenden muss, vergaß. Alternativ summte er den Part einfach mit, was allerdings nicht ganz den Erwartungen entsprach.

ALL SYSTEMS RED FACTS
Genre: Alternative Rock, Indie Rock
Gegründet: 2011 in Felixdorf
Der Name: „All Systems Red“ stammt von einem Lied der amerikanischen Folk-Band „Calexico“.
Besetzung:  Stefan (Gitarre), Sebastian (Gesang), Sebastian (Schlagzeug), Matthias (Git., Gesang) und Alex (Bass, Gesang)

Links:
FB/allsystemsred
insta/allsystemsred

Interview: Fabi / Pablo

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