Knochenbrüche, Adrenalin und Leidenschaft

Diese drei Worte beschreiben den Alltag des 19­-jährigen Elias Ruso aus Katzelsdorf. Im selbstgebauten Bikepark lebt der Extemsportler sein Hobby, Freestylemountainbiken, in vollen Zügen aus.

„Es hat mir schon immer Spaß gemacht als Kind gemeinsam mit meinem älteren Bruder Daniel auf der Rosalia in Katzelsdorf Mountainbiken zu gehen und mit Wheelies durch die Straßen zu fetzen.“ Im Sommer 2013 stieg Elias dann erstmals auf ein Dirtbike. Nach den ersten paar Monaten konnte er sein Niveau nach und nach steigern, doch kurz darauf erlitt er die erste von vielen schwerwiegenden Verletzungen, die den Sport auszeichnen. Durch eine verpatzte Landung fiel Elias mit seinem linken Knie in die hintere Bremsscheibe des Bikes und wurde anschließend mit 16 Stichen genäht. Nach nur zwei Monaten Regenerationszeit stand er umso motivierter wieder am Rad.

Wo kann man den Extemsport nun überhaupt ausüben?

„Je nach Spezialisierung (Downhill, Dirtjump oder BMX) gibt es verschiedene Anlagen überall auf der Welt. Jedoch werden diese Trainingsstätten für Dirtjumping in Österreich viel zu wenig gefördert. Aus diesem Grund waren mein Bruder und ich bereits mehrmals in vielen verschiedenen Teilen der Welt unterwegs, wie zum Beispiel in Los Angeles, Vancouver, Barcelona etc. Trotzdem reicht es nicht, für kurze Zeit ins Ausland auszuweichen, um dort zu trainieren. Daher waren wir gezwungen unsere eigene Trainingsanlage zu bauen.“ Nach zwei vergangenen Projekten in Wiener Neustadt (Dirthangar und Outdooranlage) bauten die beiden Brüder gemeinsam mit einem Freund einen privaten Dirtpark in der Nähe von Mattersburg. „Als Bedingung für die Nutzung des Grundstücks sollten wir dem Besitzer einen Pferdestall tischlern. Das sahen wir gleich als Möglichkeit, den Startturm für die Sprünge auf den Stall zu bauen“, erzählt der Katzelsdorfer, während er stolz Fotos von seinem „Spielplatz“ herzeigt.

Hobby oder doch Berufung?

Seit 2016 sind die Ruso-Brüder Teil einer steirischen Freestylegruppe namens Bananacrew, die bei Shows und Wettkämpfen antritt. Die Einnahmen investieren die Mitglieder stets wieder in den Sport (Schutzausrüstungen, neue Teile, Werkzeug, usw.). „Es ist schön, wenn man einen kleinen Teil der sowieso schon teuren Ausrüstung mit dem Hobby selbst finanzieren kann. Große Verdienste konnten wir jedoch noch nicht einfahren. Ich bin gespannt, ob sich das in Zukunft vielleicht ändert. “Trotz allen Niederschlägen wie Verletzungen, Problemen mit Trainingsanlagen und Sponsorensuche steht nach wie vor der Spaß an erster Stelle. „Das Gefühl, das man erlebt, wenn man nach unzähligen Versuchen endlich einen neuen Trick landet, ist unbeschreiblich! Die Sucht nach Adrenalin wächst mit der Zeit immer mehr.“

www.bananacrew.at

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