WOMBATS: RUGBY IST FRAUENSACHE

Sport-Portrait | Sarah Grüner (24) fing in Irland an Rugby zu spielen und die Leidenschaft für den unbekannten Sport ließ nie nach. Ich habe die Sportlerin und ihre Teamkolleginnen auf der Neuklosterwiese bei einem Training besucht.

Die gebürtige Gloggnitzerin Sarah Grüner war mit 19 ein Jahr in Bandon, Irland und wollte dort einen Teamsport machen, um neue Leute kennenzulernen. Zur Auswahl standen Fußball und Rugby und diese Entscheidung fiel ihr nicht schwer.

Wombats Rugby Club
Sarah spielt seit 3,5 Jahren bei dem Neustädter Verein und zu dieser Zeit formierte sich auch das Rugbyteam der Damen. Neben dem Sport ist Sarah Kindergartenpädagogin in Wien, wo sie mittlerweile auch wohnt. Die Stimmung innerhalb der Wombats-Familie ist ausgesprochen gut. In der Freizeit werden neben dem Training (das Dienstag und Donnerstag stattfindet) auch andere Aktivitäten gemeinsam gemacht, so war Sarah mit KollegInnen vor Kurzem erst auf einem Konzert und auf Urlaub.

„So brutal wie Fußball“
Auf die Frage wie gefährlich Rugby wirklich ist, meinte Sarah es sei ähnlich brutal wie Fußball. „Natürlich ist Rugby ein körperbetonter Sport, aber man lernt ja wie man in die Tacklings reingeht und da gibt es ziemlich strikte Regeln ab wann es zu gefährlich ist“, erklärt Grüner. Blaue Flecken und „Wehwehchen“ hatte Sarah schon, aber vor den schwerwiegenden Verletzungen ist die Sportlerin bis dato verschont geblieben.

Regeln des Rugby
Wenn man eine Regel bricht oder seine MitspielerInnen gefährdet, tritt ein ähnliches Kartensystem wie beim Fußball in Kraft. Bei Erhalt einer gelben Karte muss man für 2 Minuten das Spielfeld verlassen. Eine rote Karte führt zum Platzverweis für die gesamte restliche Spielzeit. Diese Strafe möchte man als bemühtes Teammitglied natürlich vermeiden, da ansonsten die MitspielerInnen in Unterzahl spielen müssen.

Spielerinnenmangel
Von einer vollzähligen Mannschaft spricht man, wenn 7 SportlerInnen auf dem Feld stehen. 12 einsatzbereite Frauen seien daher vorteilhaft bei einem Turnier, erklärt Sarah. Die Wombats Damen haben zurzeit 9 aktive Spielerinnen in Wiener Neustadt. Dank der Kooperation mit den Damen des Rugby Union Club Krems können die jungen Frauen an den Turnieren gemeinsam als eine Mannschaft teilnehmen. Ziel der Wiener Neustädterinnen ist trotzdem eine vollständige Wombats Damenmannschaft zu formieren, da dann ein routiniertes Training und vertrautes Zusammenspiel möglich ist. Mittels Schnuppertrainings, Flyer und Mundpropaganda will das Team weitere Rugbyinteressierte an Land ziehen.

Falsche Vorstellungen
Aline, eine Kollegin von Sarah, die sich zu uns gesellt hat, meinte, dass die jungen Frauen oftmals nur das eher maskuline und gefährliche Image des Rugbys abschrecke und nach einem Probetraining hellauf begeistert seien. Herabwürdigende und negativ belächelnde Kommentare, die zum Beispiel Fußballerinnen des Öfteren ertragen müssen, bleiben bei den Rugby Damen aus. Ganz im Gegenteil, die Spielerinnen seien schon mehrmals als „taff „bezeichnet worden, da ist die ganze Runde sich einig. An dieser Stelle erwähnte Aline die Unterstützung des Vereins, der die Damen bei jeder Gelegenheit hilft, ihr Ziel das „15er Rugby“ zu erreichen. Finanzielle Mittel bekommen die Wombats durch Sponsoren und vor allem durch die Einnahmen bei ihren Turnieren, die mit Grillerei, Getränken und Merchandise groß aufgezogen werden.
FACTS
Wombats Rugby Club
2003 in Bad Fischau Brunn vom Australier und Pub-Besitzer Colin Mc Lachlan gegründet.

Trainingszeiten:
Di + Do von 19:30-21:30 Uhr auf der Neuklosterwiese in Wiener Neustadt

www.wombatsrugby.at
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