„Jeder Release ist ein Stein, der von meinem Herzen fällt“

Portrait | Nina Schwarzott (20) alias „Filiah“ startet als SoloKünstlerin durch. In Bad Fischau aufgewachsen, wohnt die junge Sängerin mittlerweile in Wien, um am „Jam Music Lab“ Gesang zu studieren. Vergangenes Jahr hatte Filiah ihren ersten Solo-Auftritt bei der Klette-Geburtstagsparty. Seither hat sie bereits zwei neue Singles veröffentlicht. | Autorin: Iris Strasser

Schon als Kind habe sie im Garten die Sonnenblumen angesungen und Melodien im Kopf gehabt, erzählte sie lachend mit der Ergänzung: „aber eh auf eine ungruselige Art und Weise“. Durch die Leidenschaft ihrer Mutter, Platten zu hören, kam sie schon in jungen Jahren bewusst mit der Musik in Kontakt. Mit knapp sieben Jahren, bekam die junge Künstlerin ihre erste Gitarre und begann zu einfachen Akkorden Melodien zu singen. Ein Jahr darauf hatte sie schon ihren ersten kleinen Auftritt bei einer Vernissage ihrer Mama. Ihr erstes Lied widmete sie ihren Meerschweinchen Wuschi und Kuschi. „Yeah I changed“ ergänzte die Absolventin des BG Babenbergerring, lachend. Das erste ernstzunehmende (ob sie es heute noch ernst nimmt hinterfragte sie) Stück entstand mit 13, unterstützt durch die erfolgreiche Teilnahme bei der Großen Chance, welche ihr einige Türen geöffnet hat. Die Band „Sick Growing“, mit Nina als Frontfrau, formierte sich kurz darauf und bespielte sechs Jahre lang unzählige Bühnen der Region bis hin zur Ö3-Bühne am Donauinselfest 2015.


Nach der Auflösung ihrer Band und einer Phase der künstlerischen Selbstfindung begann Nina Ende 2018 unter dem Pseudonym „Filiah“ aufzutreten.

Ein neues Kapitel mit Filiah

Mit ihrem gutem Freund und Produzent, Maximilian Gollnhuber alias „Eyht“, begann sie allerdings schon Monate zuvor ihr erstes Projekt. Unwissend, dass dieses zu ihrer Solokarriere führen würde, entstand während dieser Kollaboration „Filiah“. „Ich hab‘ mich mit ihm nur auf ein Bier getroffen, er hat mir eine Melodie vorgespielt und ich wusste sofort was daraus werden sollte“. Noch in dieser Nacht am Boden sitzend kam die Idee zu „Hide“, Filiahs erster Single. Der Künstlername Filiah entstand während ihrer Essenseinladung an sich selbst. „Ich hab‘ mir gedacht: So, du hast einen Job, studierst das was du möchtest und hast dein Leben voll im Griff, darauf lad‘ ich mich jetzt selbst ein“. Mit vollem Magen und einem Glas Wein vor der Nase schoss ihr dann aus unerklärlichen Gründen das Wort „Filiah“ in den Sinn und der Deckel zu Ninas brodelndem Kunst-Topf war gefunden. Sie erklärte mir: „Philia bedeutet auf Griechisch so viel wie geistige Liebe, also die Liebe zum Gedanken und irgendwie passt das ziemlich gut zu mir“.

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„Alle meine Songs beschreiben wer ich bin, alles was ich fühle, verarbeite ich in Musik“

Die Thematik in „Hide“ beschrieb sie als „sich in sich selbst verstecken und nicht mehr wissen wie man rauskommt aus seinem eigenen Kopf“. Der gesprochene Satz „to believe in the good is where I wanna go back” als Refrain der ersten Single fungierte als Verbindung zur zweiten Veröffentlichung „Seek“, welches wiederum Hoffnung ausdrücken soll. Ins Elektronik Folk Pop Genre würde Filiah „Hide“ und „Seek“ einordnen. Die kommende EP, verrät sie mir, wird allerdings eine akustische Basis haben und bleibt minimalistischer, doch ein genaues Release-Datum gibt es noch nicht. „Zum erste Mal fühlt sich alles gut und richtig an“. Ninas Text-/Tagebuch ist immer mit dabei und voller „Textfetzen und Gedanken“, beschrieb sie. Für sie leert schreiben den Kopf, und ihr Trick, um zu erkennen was sie wirklich beschäftigt, sagt sie, sei genau dann weiterzuschreiben, wenn man das Gefühl hat, der Kopf sei bereits leer. „Dann kommt man drauf was einem im Inneren beschäftigt“. Was sie immer versuche, sei authentisch zu bleiben, denn ein Song, in dem nach 20 Sekunden die Hookline und danach der Chorus kommt, während sich Zeilen reimen, sei ein leichtes Spiel, um der Masse zu gefallen. „Dann kommt das auf Spotify in irgendeine Playlist, in die es dazu passt und nicht auffällt und ich möchte nun mal auffallen mit meiner Musik“.
Ihr Notizbuch ist übrigens immer bei der Hand. Ein Buch aus ihrer Gedanken-Tagebuch-Bücherei zu schreiben, dem wäre sie auch nicht abgeneigt, genug Material hat sie, verrät Nina.

FACTS
Name: Nina Schwarzott / „Filiah“
Aus: Bad Fischau-Brunn
Links: Instagram  Facebook   YouTube
Spotify: filiah

Ansonsten? „Rotwein trinken, am Fenster sitzen, Platten hören, wenn ich mir Whiskey leisten kann, dann auch Whiskey trinken, das kommt einfach viel cooler und Tanzpartys mit mir allein mitten in der Nacht“.

Ein Gedanke zu „„Jeder Release ist ein Stein, der von meinem Herzen fällt“

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