Was man in der Schule nicht lernt//Fake News erkennen

Die Klette informiert / Spätestens dann, wenn man einen Vertrag unterzeichnen, eine Wohnung mieten oder ein Auto kaufen möchte, fragt man sich: Wie funktioniert das eigentlich alles? Wo lernt man solche Dinge? Traurig, aber wahr, man lernt die essentiellen Dinge des Lebens meistens nicht in der Schule. Die Klette-Redaktion hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, euer Wissen in Sachen „Facts, die zum Erwachsendasein dazugehören“ ein klein wenig aufzustocken – von Steuern, über Gefühle bis hin zu Hygiene, wir lassen kein Thema aus. Diesmal geht es um Fake News.

Von Marie Hanakamp

Fake News – dieser Begriff ist nicht nur durch Trump in den letzten Jahren so oft aufgepoppt wie noch nie. Auch auf Instagram, Twitter und Co. werden täglich Millionen von Falschnachrichten verbreitet. Warum? Entweder aus Langeweile, aus dem Wunsch die eigene Lebensweise oder das eigene Gedankengut zu ver – breiten, oder einfach aus Spaß am Übermitteln von Falschinformationen. Mittlerweile gehen einige Sozialen Netzwerke so weit, dass sie bei Posts zu kontroversen Themen, wie zum Beispiel der Covid-19 Impfung oder der US-Wahlen, eine Verlinkung zu offiziellen Webseiten daruntersetzen.
Aber wie kann ich guten Gewissens Meldungen aus dem Internet glauben und vielleicht sogar weiterverbreiten? Die Klette-Redaktion hat da ein paar Tipps für euch.

• Kommt dir eine Nachricht verdächtig vor, solltest du Schlüsselwörter in eine Suchmaschine eingeben. Wird die Meldung von mehreren vertrauenswürdigen Medien (offizielle Medien wie der ORF sowie Qualitätsmedien, bei denen Journalist*innen arbeiten, die gründlich recherchieren) verbreitet, kannst du dir sicherer sein, dass die Meldung wahr ist.

• Stelle sicher, dass die Meldung aktuell ist. Manchmal werden auch alte Informationen wieder neu hochgekocht, weil möglicherweise kein anderer Content zur Verfügung steht.

• Schau dir die Quelle der Nachricht genau an. Handelt es sich um einen Tweet von @barbiegirl2433, recherchierst du vielleicht eher nach, als bei einem Tweet von @derstandardat. Auch die Follower-Anzahl und die vorherigen Posts des Users können dir über die Richtigkeit der Meldung Aufschluss geben.

• Schau‘ dir die Gestaltung der Meldung an. Merkmale für Falschnachrichten sind zum Beispiel Emotionalität, viele Ausrufe- und Fragezeichen oder spektakuläre, fast schon übertriebene Bilder. Mit diesen Stilmitteln rückt der Inhalt der Meldung in den Hintergrund, ganz nach dem Motto „Eine auffällige Verpackung lockt User*innen an“.

• Bist du dir nach diversen Recherchen noch immer unsicher, was eine Nachricht angeht, bieten Webseiten wie „Faktenfinder“ oder Hoaxsearch.de oder die App „Fake News Check“ ihre Hilfe an. Dort kannst du Schlagzeilen auf ihren Wahrheitsgehalt prüfen.

Letztendlich sind Fake News natürlich auch amüsant. Wer hat nicht schon mal über einen Tweet von Ex-US-Präsident Donald Trump gelacht. Trotzdem sollte man nie vergessen, dass es viele Menschen gibt, die Fake News von wahren Fakten nicht unterscheiden können. Die Weiterverbreitung kann global zu schwerwiegenden Folgen führen und sollte durch einen guten Faktencheck unbedingt verhindert werden.

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