Zwei Meinungen zu…nackter Haut auf Social Media

Redakteurin Celinas Meinung dazu:

Meiner Meinung nach gibt es mehrere Gründe, wieso man weibliche nackte Haut in den Sozialen Netzwerken unterstützen sollte. Angefangen davon, dass damit der weibliche Körper enttabuisiert und als etwas Natürliches angenommen wird. Gleichzeitig wird damit das Verständnis von Frauen* als sexuelle Wesen gefördert. Frauen* möchten sich unterschiedlich stark durch ihren Körper ihre sexuelle Natur darstellen oder sich begehrt fühlen. Wenn man sich selbst stark in einem erotischen oder sexuellen Kontext darstellt, wird das oft mit der Sexualisierung von Frauen gleichgesetzt, auch wenn die Personen selbst andere Ziele verfolgen: Die eigene Darstellung ändert nichts an der Menschlichkeit und dem Wert der Frau*, während Sexualisierung Frauen auf ihren sexuellen Wert beschränkt. Natürlich muss nackte Haut auf Instagram und Co. nicht automatisch mit Sex verbunden werden; aus welchem Grund eine Frau* ihren Körper darstellt, ist kontextabhängig und wird meistens durch ihre „Message“ begründet. Manchmal geht es auch einfach nur darum, unretouchierte Körper, Dehnungsstreifen oder Cellulite zu zeigen. Alles Dinge, die man ohne Zweifel öfter sehen sollte, immerhin gehören sie zu den meisten Frauenkörpern* dazu. Somit sind die Enttabuisierung und die Darstellung der sexuellen Natur von jenen Frauen*, die sich als solche definieren und präsentieren wollen, kein Widerspruch, sondern gehen Hand in Hand in Richtung Enttabuisierung des weiblichen Körpers und der weiblichen Sexualität. Und das ist genau das, was unser Ziel sein sollte.   

Unsere Redakteurin Johanna meint dazu:

Grundsätzlich kann jede/jeder auf Instagram posten was er oder sie möchte und diese Freiheit ist auch der ganze Sinn dahinter. Ich persönlich würde nicht allzu viel Haut im Internet präsentieren, aber das liegt auch daran, dass ich einfach nicht der Typ dafür bin. Diese Bilder sehen sehr viele Menschen und ich mag den Gedanken nicht wirklich, dass man kritisch beäugt wird, von Personen, die man vielleicht kaum kennt, oder mit denen man fast keinen Kontakt (mehr) hat.
Auch ein wichtiger Punkt, den man bedenken sollte, ist, dass man nicht weiß, was mit diesen Bildern nach dem Posten passiert. Wenn man Fotos öffentlich postet und diese dann hunderte oder tausende von Leuten sehen, können darunter auch leider welche sein, die sich dann vielleicht Hoffnungen machen, oder Personen, die dann andere nur auf ihr Äußeres beschränken. Ein kritischer Punkt ist für mich auch, dass Leute durch solche Postings oft nur „perfekte“ Bilder kennen, die großteils mit Filtern oder Photoshop bearbeitet wurden. Diesem Standard kann man als „Normalo“ selten gerecht werden und das kann sogar zu Hater-Kommentaren führen. Wenn einen das aber nicht stört und man sich nicht komplett nackt zeigt, dann können Fotos mit mehr nackter Haut meiner Meinung nach auch recht ästhetisch und schön sein.

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