Ausprobiert//E-Scooter Invasion

Man hört es ab und an. Ein seltsames Zwitschern, das man nicht eindeutig einem Vogel zuordnen kann. Man biegt um die Ecke und schon flitzt etwas davon. Ein exotisches Gefährt, das seit wenigen Wochen in Neustadt zu sehen ist. Es handelt sich um die sogenannten „Birds“ aka E-Scooter. Dieses neue Hipster-Gefährt musste ich natürlich sofort testen. 

Von Marie Hanakamp

Ich gebe zu, als plötzlich hundert E-Scooter namens „Bird“ ihren Weg in die Neustädter Innenstadt gefunden haben, war ich skeptisch. „Wer wird denn freiwillig mit diesen Dingern fahren? Die Omis, die samstags den Markt besuchen, oder vielleicht unser Bürgermeister himself, wenn er ins Büro fährt?“ Tja wie falsch ich lag, denn die E-Scooter sind mittlerweile in ganz Neustadt verteilt und werden, wie ich bei meinen regelmäßigen Spaziergängen feststelle, fleißig von allen Altersgruppen genutzt.  

Wie genau funktionieren die E-Scooter? 
Mit dem Anliegen, über die neuen „Birds“ zu berichten, steuere ich also an einem Freitagmorgen auf einen E-Scooter mitten am Hauptplatz zu. Schnell die App heruntergeladen und mit der E-Mailadresse angemeldet, scanne ich ganz einfach den QR-Code am Lenker ein. Und schon die erste Enttäuschung, denn dieses Gerät wird mir sofort als defekt angezeigt. Gut, also weiter zum nächsten. Die Karte in der App zeigt mir, dass nur 100 Meter weiter ein anderer „Bird“ steht. Auch hier scanne ich den QR-Code. Diesmal kann ich loslegen. Nach einigen Sicherheitshinweisen kann ich auch schon starten. Ich schiebe also an und drücke auf den Gas-Knopf, der sich am Lenker befindet. Bis jetzt also super easy. Lasset die Fahrt beginnen. 

Was mir auffällt… 
Anfangs bin ich ziemlich enttäuscht, denn der E-Scooter lässt sich ab 8 km/h einfach nicht mehr beschleunigen. „Da kann ich genauso gut zu Fuß gehen“, denke ich mir. Hieß es nicht, dass man damit bis zu 25 km/h fahren kann? Kurze Zeit später, als ich wieder auf die App schaue, fällt der Groschen – die Scooter-Geschwindigkeit ist in der Innenstadt aus Sicherheitsgründen gedrosselt. Kaum bin ich aus der Fußgängerzone raus, kann ich auch schon angasen. Und ich muss zugeben, es macht großen Spaß. Vorsicht ist allerdings beim Bergabfahren und bei Kurven geboten, da der Wendekreis sehr eingeschränkt ist. Auffallend ist außerdem, dass, zumindest bei diesem Gerät, die Bremse etwas steif ist und der Gas-Knopf dafür sehr sensibel. Nach spätestens 5 Minuten habe ich allerdings den Dreh raus und weiß, worauf ich achten muss. Nach meiner ausgiebigen Spritztour bis zum Alten Schlachthof stelle ich den „Bird“ direkt vor meinem Haus ab und drücke in der App auf „Beenden“. Keine fünf Minuten später schaue ich aus dem Fenster und siehe da, „Birdy“, wie ich ihn liebevoll nenne, zieht mit einem neuen Fahrer von dannen. „Mach’s gut, mein Freund“, verabschiede ich mich. 

Wieviel kostet der Spaß? 
Beim Starten zahle ich eine Grundgebühr von einem Euro. Danach kostet das Gefährt 0,19 € pro angefangene Minute.  Das hört sich nicht viel an, allerdings vergesse ich schnell die Zeit und nach einer guten Stunde zahle ich bereits über 13€.  

Mein Fazit also: die E-Scooter sind optimal, um schnell von A nach B in Wiener Neustadt zu kommen, für regelmäßige ausgedehnte Spaß-Fahrten ist es mir persönlich allerdings zu teuer. 

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