Ein bisschen Achtsamkeit bitte

Von Celina Dinhopl

Auf den vergangen Seiten ging es viel um Kriminalität und Gewalt, die man auch klar als solche definieren kann. Leider ist genau das im alltäglichen Leben dann doch nicht so einfach. Hier ist es oft so, dass wir (vor allem psychische) Gewalt in unterschiedlichster Art und Weise erfahren und austeilen. Besonders in der zwischenmenschlichen Kommunikation kommt es immer wieder vor, dass wir kollektiv als Gesellschaft Verhaltensweisen angenommen und verinnerlicht haben, die bei genauer Betrachtung gar nicht so richtig sind. 

Oft geht es dabei um Dinge, die wir tun und sagen, um eigene Interessen, durchzusetzen. Seien es die Eltern, die vor allem aus Selbstzweck ein Kind bekommen, oder die Lehrkraft, die ihre Machtposition gegenüber den Schüler*innen ausnutzt. Wenn wir das Kind mit den zerzausten Haaren mobben, oder den Freund mit einem fremden Mann an der Bar eifersüchtig machen wollen. Oft fällt es uns gar nicht auf, wie toxisch wir miteinander umgehen, eben weil diese Umgangsweisen gesellschaftlich akzeptiert sind und teilweise sogar unterstützt werden. 

Vor lauter Selbstzweck vergessen wir nur leider oft, dass wir es mit anderen Menschen mit Gefühlen zu tun haben, meist auch noch jene, die wir lieben und schätzen. Wir missachten, achtsam und auf Augenhöhe miteinander zu kommunizieren. Um achtsam miteinander umzugehen muss man weder gleich alt, noch gleich groß sein, noch das gleiche Geschlecht haben. Jeder Mensch hat den gleichen Respekt verdient. So sollten Lehrer*innen mit Schüler*innen und Eltern mit ihren Kindern ebenso achtsam umgehen, wie es umgekehrt erwartet wird. Um achtsamer miteinander umzugehen, hilft es schon, einfach mehr hinzuhören und hinzusehen, wie andere Menschen miteinander umgehen. Dabei lernt man viel über die Gesellschaft und über sich selbst und was bei unserer Kommunikation oft schief läuft. Denn klar ist, dass vieles schief läuft und wir in allen Lebensbereichen noch viel mehr Achtsamkeit brauchen.

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