Was dürfen Türsteher*innen

Von Lara Karner

Die Nachtlokal-Szene in Wiener Neustadt ist groß und vor vielen Nachtlokalen sind Türsteher*innen vorzufinden. Doch was dürfen die eigentlich und was nicht? Bis zu welchem Grad darf Gewalt angewendet werden und welche Personen darf der Einlass in das Lokal untersagt werden?

Wichtig zu wissen ist, dass Türsteher*innen das von Lokalinhaber*innen abgeleitete Hausrecht haben. Das bedeutet, dass sie in Vertretung für die Inhaber*innen nach diesem handeln und bestimmten Personen den Zutritt verbieten dürfen.

Wen dürfen Türsteher*innen abweisen?

Nach dem Hausrecht darf im Grunde jeder Gast abgewiesen werden. Aber es gibt wichtige Ausnahmen: Gäste dürfen niemals aufgrund von Herkunft, Aussehen oder ähnlichen Gründen abgewiesen werden. Ein legitimer Grund abgewiesen zu werden wäre zum Beispiel die Verweigerung einer Abtastung oder Durchsuchung durch die Türsteher*innen.

Wann dürfen Türsteher*innen einen Gast rauswerfen?

Da Türsteher*innen das abgeleitete Hausrecht des Lokalbesitzers haben, dürfen sie jederzeit Gäste bitten, das Lokal zu verlassen. Wenn diese nicht freiwillig gehen, muss die Polizei eingeschaltet werden. Denn Türsteher*innen dürfen in diesem Fall nicht handgreiflich werden. Kommt es hingegen zu einer Schlägerei darf eingegriffen werden, wenn eine der verwickelten Personen sichtlich schwächer ist. Dann dürfen Türsteher*innen das Mindestmaß an Gewalt anwenden, um die Situation in den Griff zu bekommen. Auch wenn Türsteher*innen von einem betrunkenen Gast angegriffen wird, dürfen sie ein Mindestmaß an Gewalt anwenden. Hierbei handelt es sich um Notwehr.

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